1. Gruben-oder Rauchbrand:

 

Der Grubenbrand wurzelt in den jahrtausendealten primitiven Methoden Keramik zu brennen.

 Hierbei wird eine Grube in passender Größe ausgehoben und mit den zu brennenden Keramiken und Holzspänen als Brennmaterial befüllt. Die oberste Schicht des Brennmaterials wird entzündet und sollte langsam und gleichmäßig von oben nach unten durchbrennen. Es gibt natürlich verschiedenste Varianten des „Befeuerns“, in unserem Fall haben wir das/die Feuer in einem Kreis nach innen brennen lassen...

 


Es entstehen keine besonders hohen Temperaturen (ca. 600 bis 800 Grad), die Stücke werden bei diesem Verfahren reduzierend (Sauerstoffmangel)gebrannt und verfärben sich daher unregelmäßig schwarz.

2. Feldbrand:

Eine vergleichbare Variante, die Brennzeiten sind allerdings länger (Temperaturen zwischen 600 bis 1200 Grad).

 Der Niedrigbrand ist gekennzeichnet durch eine Brenntemperatur bis ca.1000°C.

Mit Zugabe von Heu, Sägespänen, Salz und verschiedenen Oxiden lassen sich durch die teilweise Reduktion wunderschöne Farbverläufe erzeugen. Die Muster sind im Vorfeld kaum beeinflussbar und machen den Brand zusätzlich spannend.

 


Unser "Grubenbrandwochenende":

Ein herrlicher Tag, die Sonne war auf unserer Seite.

Mit Bedacht wurden die Tonstücke in der Feuerstelle platziert - noch Kleinholz gehackt - kleine Zunderhaufen im Kreis um die Tonstücke gelegt und langsam entzündet....

Das Feuer wurde immer weiter geschürt - unter den wachsamen Augen der Mädels rückte die Glut dem Ton langsam immer näher...

Allmählich umschloss die Glut die gesamten Tonstücke - Alles wurde mit Erde luftdicht abgedeckt - nun hieß es einen Tag lang warten und sich wie Könige fühlen - das Ergebnis kann sich sehen lassen, es gab nur ein Bruchstück...