Geschichte  ( Hallstatt A-B-C-D, La Tène ) 

 

 Hallstatt A und B (ca. 1200 - 800 v. u. Z.) --> Bronzezeit

Diese Zeit kann wohl als Geburtsstätte der keltischen Kultur angesehen werden. Durch den Salzabbau ab 1000 v.u.Z. (vor allem im österreichischen Hallstatt) wurde die Konservierung der Nahrungsmittel möglich. Dies war eine wichtige Voraussetzung für den Transport in entfernte Regionen und damit für den überregionalen Handel, der die Basis für die Erweiterung des keltischen Kulturraumes bildete.

 

Hallstatt-Kultur C und D (ca. 800 - 475 v.u.Z.) --> Frühe Eisenzeit

 Während der Hallstattzeit Phase C (800 - 600 v.u.Z.) und D (600 - 475 v.u.Z.) wurde in Mitteleuropa Eisen zum wichtigsten Metall. Die Kelten erreichten darin eine hohe handwerkliche Fertigkeit. Kennzeichnend für diesen Zeitabschnitt ist auch eine Änderung in der Bestattungsart hin zu hölzernen Grabkammern über die Grabhügel aus Erde aufgehäuft wurden.

Die Hallstatt-Kultur erstreckte sich in diesen Phasen neben West- und Süddeutschland auch auf Frankreich, die Schweiz und Teile der Iberischen Halbinsel. Ab 680 v.u.Z. trieben vor allem die Stämme im jetzigen Frankreich durch das Rhonetal lebhaften Handel mit den Griechen in deren  Kolonie Massalia (Marseille). Dies hatte einen großen Einfluß auf viele Bereiche des keltischen Lebens bis hin zur Kunst. Aus dem wachsenden Handel bezogen die keltischen Aristokraten ihren Reichtum, was zu Bildung von Machtzentren in Form von reichen und gut befestigten Hügelsiedlungen führte.

 

 

La Tène-Kultur (ca. 500 - 15 v.u.Z.) --> Eisenzeit und Frühantike 

Frühlatène A  (La Tène A)  ca. 450–380 v. u. Z.

 Frühlatène B  (La Tène B) ca. 380–250 v. u. Z.

 Mittellatène (La Tène C)  ca.250–150 v. u. Z.

Spätlatène  (La Tène D) ca. 150-15 v. u. Z.

Diese Kultur ist benannt nach dem Ausgrabungsort La Tène am Neuenburger See in der Schweiz. Die hier entdeckten zahlreichen Werkzeuge, Waffen und Kunstgegenständen zeugen von einer deutlichen Weiterentwicklung gegenüber der Hallstatt-Kultur. Der ursprünglich starke griechische Einfluß war deutlich zurückgegangen und es entstand ein eigenständiger keltischer Stil. Bald nach 500 v.u.Z. kam der Handel mit Massalia zum Erliegen. Der Handel in Richtung Mittelmeer und Kleinasien ging nun über die Alpen hin zu den neuen griechischen Städten Spina und Adria nahe der heutigen italienischen Adriaküste sowie über die neuen etruskischen Siedlungen in der Po-Ebene. 

 

 

v.u.Z.= Vor Unserer Zeitrechnung)

 

Quellen: antikefan.de, altmuelnet.de, prepolino.de