Herkunft

Die Kelten zählten zu den größten und einflussreichsten Völkern der europäischen Frühgeschichte und der Antike.

Woher die Kelten der vorhistorischen Hallstattzeit ursprünglich kamen, ist bis heute nicht schlüssig geklärt. Wahrscheinlich entstanden sie durch kulturelle Evolution aus Stämmen der Urnenfelderzeit (1200 bis 750 v.Chr.; der Name ist abgeleitet aus der Bestattungsart ihrer verbrannten Toten). Im 8. Jh. v.Chr. bevölkerten sie zunächst die Gebiete am Oberrhein und der oberen Donau.

Erst in der frühen Latènezeit finden sich Gemeinsamkeiten für einen größeren, einheitlichen Kulturkreis. Ab hier, der Zeit der "historischen" Kelten gibt es auch überlieferte Beschreibungen anderer Völker - allen voran der Griechen und der Römer - über die Kelten.

Die erste historische Weltkarte, auf der die Kelten auftauchen, ist wahrscheinlich die des Griechen Eratosthenes um 250 v.Chr. Sie entstand u.a. aus Seefahrer- und Heereszugberichten von Alexander dem Großen und löste die bis dahin geltende Vorstellung der Erde als Scheibe ab. 

In der Blütezeit erstreckte sich das von Ihnen bevölkerte und beeinflußte Gebiet von der Iberischen Halbinsel über Frankreich bis nach Süd- und teilweise Norddeutschland, weit in den Alpenraum hinein sowie bis nach Böhmen im Osten Europas. Später drangen die Kelten bis nach Italien, auf den Balkan und bis in die Türkei und damit nach Kleinasien vor.

Die Römer nannten sie Celtae oder Galli (daher der Name Gallier, der vor allem für die Kelten auf französischem Gebiet gebräuchlich ist). Die Griechen verwendeten hingegen die Bezeichnung Galatoi oder Keltoi. Beides bedeutet "die Tapferen". Man rechnet sie zur indogermanischen Völkergruppe.

 

Was wir heute als keltische Kultur bezeichnen, hat seinen Ursprung im Gebiet Nordwestfrankreich - Hunsrück - Eifel - Moseltal um 1000 v.u.Z. Ihre enorme Verbreitung fand die keltische Kultur durch die weitreichenden Handelsbeziehungen und wegen ihrer Vorzüge hinsichtlich ihrer fortschrittlichen landwirtschaftlichen Methoden und Geräte sowie der gemeinsame Sprache für den Handel. Daher wurde sie von verschiedenen indogermanischen Stämmen und Völkern übernommen. Man kann also nicht vom "Volk der Kelten", sondern vielmehr von Völkern oder Stämmen im keltischen Kulturkreis sprechen, einer keltischen Sprachfamilie mit einer gemeinsamen keltischen Religion, Kunst und Kultur.

 

 v.u.Z.= Vor Unserer Zeitrechnung)

Quellen: antikefan.de, altmuelnet.de, prepolino.de