Warum waren Salz und Eisen für die Kelten wichtig?

Zu Beginn der Keltenzeit in Europa, am Ende der Bronzezeit, gab es einen europaweiten Handel mit Waren. Man handelte vor allem mit Kupfer und Zinn, die es für die Herstellung von Bronze brauchte. Andere wichtige Handelsgüter waren Bernstein und Wein. Wer aber über die lebensnotwendigen Salzvorkommen verfügte, gehörte zu den mächtigsten Europas. Später wurde das Eisenerz ebenfalls zu einem äusserst wichtigen Rohstoff. Aus dem Eisenerz konnte man das Eisen herausschmelzen, welches viel elastischer und härter als Bronze ist.

Diese beiden wichtigen Rohstoffe, Eisenerz und Salz, wurden auf dem Gebiet der Kelten in grossen Mengen gefunden. Somit konnten die keltischen Fürsten grossen Reichtum anhäufen und verfügten über viel Macht. Die Waren wurden vor allem auf dem Wasser transportiert. Die Schiffe fuhren entweder mit Segeln, hatten Ruderer an Bord oder wurden vom Land aus gezogen. Kleinere Schiffe konnten auch mit Stangen angetrieben werden, die man in den Flussgrund stieß. Flussabwärts konnte man das Schiff auch einfach treiben lassen. An Land waren die Wege oft in einem schlechten Zustand, so dass Ochsengespanne nur

langsam vorwärts kamen. Viele Kelten, die selber keinen Handel trieben, lebten dennoch vom Handel: Sie bauten wichtige Brücken und erhoben Zölle.

Sie boten vorbei reisenden Händlern Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten an und liessen sich für diese Dienste bezahlen.

Der Vorteil des Schiffstransports war, dass man recht grosse Mengen Waren mit relativ kleinem Kraftaufwand transportieren konnte. Zudem mussten keine Strassen unterhalten werden.

Die Römer ihrerseits überzogen ihre Länder mit einem Netz an gut ausgebauten Straßen. Auf diesen konnten sie Waren und Soldaten viel schneller von einem Ort zum anderen bringen.

 

Form frühkeltischer Eisenbarren

 

 

 

 

(v.u.Z.= Vor Unserer Zeitrechnung)

Quellen: antikefan.de, altmuelnet.de, prepolino.de